A tiny step forward for spinal cord injuries – in Zurich

Die Studie des Zentrums für Paraplegie Balgrist mit neuronalen Stammzellen erfährt eine grosse internationale Beachtung, da bei Patienten mit Querschnittlähmung grosse Hoffnungen in den Einsatz von Stammzellen gelegt werden.

Autor

Prof. Dr. Armin Curt ist Chefarzt und Direktor des Zentrums für Paraplegie Balgrist. Er wurde mit dem Schellenberg Preis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Paraplegiologie ausgezeichnet, wo er sich seit über 20 Jahren als Forscher und Kliniker engagiert. In seiner Freizeit ist der Arzt mit seiner Frau und den beiden Söhnen oft in den Bergen oder im Museum anzutreffen.

Armin Curt
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Das Besondere an der hier in Zürich durchgeführten Studie ist, dass sie sehr gut und mit neusten methodischen Ansätzen durchgeführt wird, so dass sowohl die Sicherheit (gibt es negative Nebenwirkungen für die Patienten?) als auch die Effektivität (wirken die Stammzellen in gewünschtem Ausmass?) tatsächlich sehr objektiv und nachvollziehbar geprüft werden können.

Die Ergebnisse der an den ersten drei Patienten erzielten Befunde sind sehr beeindruckend, da die Frage der Sicherheit sehr positiv beantwortet werden konnte. Bei den bisher durchgeführten Zelltransplantationen ist es zu keinerlei unerwünschten Nebenwirkungen gekommen. Darüber hinaus haben die Zellen unerwartet sehr positive Befunde gezeigt: so kam es bei Patienten mit kompletter Querschnittlähmung zur Verbesserung der Sensibilitätsbefunde, die doch über das Mass einer möglichen spontanen Erholung hinausgehen.

Die Kombination von diesen Befunden ist ein wichtiger Schritt, um hier am Zentrum für Paraplegie Balgrist weitere Studien mit Stammzellen bei Querschnittlähmung einzuleiten. Sicherlich sind die Befunde noch kein Nachweis dafür, dass diese Therapien jetzt im grossen Umfang angeboten werden könnten. Sie zeigen jedoch, dass hier sehr sinnvolle und sehr kritische Studien sicher an Patienten durchgeführt werden können. Der weitere Verlauf wird also sehr spannend sein, da in den nächsten Studiengruppen Patienten mit schwerer, jedoch inkompletter Querschnittlähmung untersucht werden und hier dann weitere Erkenntnisse zu erwarten sind.

Lesen Sie weiterhin unseren Blog und bleiben Sie dran. Und sehen Sie sich den CNN-Beitrag "A tiny step forward for spinal cord injuries" vom 7. September 2012 an.

 

Kommentare (15)

  • Rosa Galiñanes Chaves am 06. Nov 2012 um 13:46 sagt:

    Hola,
    Me pongo en contacto con el Dr. Armin Curt para pedirle por favor si me puede dirigir hacia una solución sobre la lesión del plexo braquial severa. Tengo un hijo de 23 años que ha tenido un accidente y le han diagnosticado esa lesión y no me dan solución ninguna. Por favor necesito algun sitio a donde dirigirme. GRACIAS

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Armin Curt am 08. Nov 2012 um 14:50 sagt:

      Estimada Señora Galiñanes Chaves

      Muchas gracias por su pregunta. Existen operaciones para el tratamiento de lesiones del plexo braquial al nivel de las raices, pero hace falta conocer el caso exacto para poder exprimir consejos. En nuestra clínica el profesor Nagy es el experto para este tipo de operaciones y le recomiendo dirigirse a el.

      Atentamente

      Armin Curt

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      • imad algeria am 08. Mar 2013 um 18:27 sagt:

        Thank you very much sir
        Armin Curt
        This clarification
        I hope that we have an opportunity to therapy with you

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  • Kai Bachmann am 06. Nov 2012 um 13:50 sagt:

    Wirklich beeindruckend und faszinierend was die Uniklinik Balgrist mit Herrn Prof. Dr. Curt geleistet hat!

    Klar sind diese Ergebnisse noch nicht representativ , aber es wurde das erste mal positiv auf das Rückenmark eingewirkt. Dies verdient den größten Respekt und muss honoriert werden! Interessant wird es sein , in wie weit sich nun vielleicht spastische Muster zurückbilden und wie der Effekt sich unter Umständen mit gezielten Rehamaßnahmen und anderen kombinierten Therapien verbessert!

    Ich denke , dass durch diesen Schritt wir alle dem Ziel dichter auf die Pelle gerückt sind.Äußerst gespannt werde ich diese Entwicklung weiter verfolgen. Ein großer Dank an das gesamte Team von der Uniklinik Balgrist für den Ehrgeiz und an die Leistung , die hier vollbracht wird!

    Kai Bachmann

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  • Saskia am 08. Nov 2012 um 11:00 sagt:

    Hallo!

    Hab eine Freundin die sitzt schon Jahre im Rollstuhl nur weil ein Autofahrer sie auf dem Rad übersehen hatte.Ich meine es wird auch Zeit! Wir schiessen kleine Miniautos auf den Mars und fahren dort darauf rum und werden Paranoid wenn man eine Tag sein Smartphonee nicht mehr hat. Also muss es doch auch endlich Hilfe für die Leute geben! Ich wünsche es mir.......

    Gruss Saskia

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  • Angelica am 20. Feb 2013 um 21:01 sagt:

    Gentile Dott. Armin Curt,
    mio padre a causa di un' ischemia al midollo spinale è divenuto paraplegico agli arti inferiori. C'è la possibilità di effettuare una cura con le cellule staminali anche in questo caso? La prego di rispondermi.
    Grazie

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    • Armin Curt am 18. Mar 2013 um 10:02 sagt:

      Gentile Signora Angelica,
      Il protocollo sperimentale in corso presso il nostro Centro include pazienti con lesione midollare di origine post traumatica a livello toracico (da T2 a T11). Non sono inclusi pazienti con lesione midollare di origine ischemica. Rimango a disposizione per ulteriori chiarimenti, cordiali saluti.

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  • A.Haas am 24. Feb 2013 um 20:52 sagt:

    Guten Tag
    Mich interessiert ob die Patienten eine immunsuppresive Therapie bekommen in Kombination mit Steroiden . Können diese Patienten an einem GvHd erkranken?Wie in der Hämatologie? Merci

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Armin Curt am 13. Mar 2013 um 09:50 sagt:

      Sehr geehrter Herr Haas,
      Eine Steroidgabe ist nur perioperativ für wenige Tage notwendig ansonsten nur Immunsuppression. Die Entwicklung eines GvHD (Graft versus host disease) ist nicht bekannt. Die Immunreaktionen im ZNS laufen deutlich weniger stark ab als bei anderen Organtransplantationen, sodass hier auch eine lebenslange Immunsuppression nicht für notwendig erachtet wird.

      Beste Grüsse

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  • Brian am 15. Apr 2013 um 20:08 sagt:

    So how tiny or far is the step now?? We have mid 2013......your opinion about that professor........

    Brian

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Armin Curt am 16. Apr 2013 um 12:54 sagt:

      Hi Brian,
      Well, we made a big and a next tiny step...

      Big means, the safety findings with >1 year follow up in 4 candidates are very favorable, that is a big step reagrding safety concerns considering the intramedullary transplantation. This doesn't mean all safety concerns are resolved, but at least several as they are related to surgical procedures etc..

      Tiny step in this context means that we indeed find lasting sensory improvements in dermatomes close to the level of lesion, as they seem to be persistent we consider this tiny positive steps.

      We don't necessarily believe in miracles but we work hard to gain even "tiny" steps to gain some progress in the treatment of patients suffering from SCI.

      Thanks for your interest

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  • Brian am 17. Apr 2013 um 21:32 sagt:

    Thanks for answering.......looking at those results what do you expect? Do they get better? How would you describe those benefits and whats going on in those spinal cords?

    Brian

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Camelia Schmitt am 07. Jul 2013 um 17:40 sagt:

    Guten Tag
    Ich schreibe Ihnen in Namen einem 17 jährigen Junge (aus Rumänien) der nach einem Sport-Unfall
    in Sept. 2012 querschnittsgelähmt ist. Es war eine HWS-Verletzung, die zu einer C5-Fraktur mit Zerreißung des Spinalkanals
    auf Höhe C4-C6 führte und sofort zu einer Tetraplegie führte. Nach mehreren Operationen in Rumänien wurde er in die
    Orthopedische Klinik Markgröningen (in Januar 2013) verlegt und nachoperiert. Er ist weiterhin in Markgröningen zur Reha.
    Inzwischen kann er essen und trinken. Er kann die arme bewegen aber nicht die Finger.
    Er ist ein sehr fröhlicher Junger Man und hat von der Stammzellen Therapie die in Ihre Klinik durchgeführt wird, gehört.
    Er würde Ihnen sehr dankbar sein wenn Sie ihn In dem Stammzellen Programm aufnehmen würden.
    Für weitere Informationen stehe ich oder die Klinik Markgröningen Ihnen gerne zur Verfügung.
    Der Junge und seine Eltern würden sich über eine positive Antwort sehr freuen!
    Danke !

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Armin Curt am 08. Jul 2013 um 18:09 sagt:

      Sehr geehrte Frau Schmitt

      Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihren Einsatz für den jungen Mann aus Rumänien.

      Um mehr Informationen über die klinische Studien zu erfahren, auch darüber, ob die betroffene Person geeignet ist und zu Abklärungen eingeladen werden kann, fragen sie am besten die study nurse der Studie, Tina Lung-Porter (tina.lung-porter@balgrist.ch), an. Diese kann Ihnen das Ziel der Studie genau erklären. Der Weg über die study nurse ist in der Regel der einfachste und beste Weg, um sich über klinische Studien zu informieren. Dort erhalten Sie Auskunft aus Erster Hand und bei Unklarheiten verlässliche Antworten.

      Mit den besten Wünschen

      Prof. Dr. Armin Curt

      Auf diesen Kommentar antworten
  • hector olguin ramirez am 28. Jan 2014 um 22:48 sagt:

    Dr. Armin
    Deseo poder participar en futuro ENSAYO CLINICO, LESION MEDULAR.
    Mi lesion es T-10 T-11
    Accidente 07. 06.2011
    Agradecere informacion.
    Atte.
    Hector Olguin

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